Bk-10 - Meine Hobo-Feuertöpfe - Teil 2: Kleiner Hobo-Feuertopf

 

verfasst 2012 - geändert am 06.06.2012

 

Im Beitrag BK-09 - Meine Hobo-Feuertüpfe - Teil 1 - großer Hobo-Feuertopf berichtete ich von einem „chinesischen“ Feuertopf, den ich mit einer „deutschen“ Gugelhupf-Form mit einem Inhalt von 1,5 l (maximal 1,8 l), einem Durchmesser von 22 cm und einem Gewicht von 440 g nachempfunden hatte. Weil das System auf einem Hobo sehr gut funktionierte, suchte ich für mich als Solopaddler nach einer etwas kleineren Ausgabe des Kochsystems. Zu diesem Zweck musterte meine Gattin extra eine alte Gugelhupf-Form von 900 ml (maximal 1,0 l) Inhalt, einem Durchmesser von 16 cm und einem Gewicht von 290 g aus, die sie „leidlich“ entbehren konnte.

 

In meinem Fundus entdeckte ich eine passende Keksdose, deren Deckel umgedreht genau auf die Gugelhupf-Form passte. Ich schnitt den Kamin aus und erhielt dadurch ein perfektes „Topfset“.

 

Als Kocher verwende ich den großen „schwedischen“ Besteckkorb und als Versuch den kleinen Besteckkorb aus dem Discounter. Beide habe ich bereits hier vorgestellt. Der Topf wird direkt auf den Hobo gestellt. Ein Abstandhalter kann entfallen, weil der Hobo durch den Kamin sehr gut zieht und auch Brennmaterial über diesen bequem nachgeschürt werden kann.

 

 

Bild 1: Mit dem kleinen Besteckkorb-Hobo (Durchmesser 10 cm, 12 cm hoch) kann ich nur relativ kurze Holzstücke verwenden. So muss ich ständig am Kocher bleiben, um Holz nachzulegen. Das sehe ich als einen Nachteil, insbesondere dann, wenn das minimale Gewicht und geringe Volumen des Kochers beim Seekajaking nicht so eine Priorität erreicht, wie beim Trekking.

 

 

Bild 2: Ein Bild von oben: Der Deckel ist von einer alten Keksdose, der zum Glück genau auf den Rand der Gugelhupf-Form passt. Lediglich das Loch für den Kamin musste ich herausschneiden und mit der Feile anpassen, weil das Abzugsrohr nicht genau in der Mitte sitzt.

 

 

 Bild 3: Mit dem kleinen Besteckkorb-Hobo dauert es 13 Minuten bis 1 Liter Wasser sprudelnd kocht.

 

 

Bild 4: Mit dem großen „schwedischen“ Besteckkorb (Durchmesser 11,5 cm, 17,5 cm hoch) steht der Topf stabiler auf dem Hobo. Weil der Besteckkorb höher ist, kann ich auch längere Holzstücke nachfüllen.

 

 

Bild 5: 1 Liter Wasser kocht innerhalb von 6 Minuten sprudelnd. Eigentlich ein sehr guter Wert. Voraussetzung ist dabei, dass das Holz vor dem Aufsetzten des Feuertopfs bereits sehr gut brennt.

 

Fazit:

 

Wenn man solo unterwegs ist, und es auf Volumen und Gewicht nicht allzu sehr ankommt und man nur Wasser zum Kochen bringen oder Suppen und Eintöpfe zubereiten will, ist man mit dieser Kocher-Topf-Kombination sehr gut bedient. Wenn der Platz im Boot keine Rolle spielt, sollte man jedoch den großen „schwedischen“ Besteckkorb-Hobo mitnehmen, weil das Kochen effizienter abläuft.

 

Wenn ich warm essen möchte, bevorzuge ich im Outdoorbereich gekochte Speisen, insbesondere Suppen und Eintöpfe. Die sind einfacher zuzubereiten und es gehen gegenüber dem Braten und Schmoren nicht dringend benötigte Nährstoffe verloren. Zumindest kann man das so in der einschlägigen Survival-Literatur nachlesen. Aber bei der Nahrung, beim Essen und Trinken sollte sich ein jeder seine eigene Meinung bilden und seinen Vorstellungen freien Lauf lassen.

 

Hier möchte ich nur Optionen aufzeigen, was alles an Equipment möglich ist und zum Einsatz kommen kann. Je mehr Wissen, Tipps und Ideen man in seinem Hinterstübchen gespeichert hat, desto leichter kann man draußen in der freien Natur improvisieren und umso mehr Spaß macht das Outdoor-Leben und eine Solo-Seekajaking-Tour, wenn man wie ich weitgehendst ein autarkes Leben wünscht. Was der Einzelne für sich bevorzugt und verwendet, bleibt natürlich ihm überlassen.   

 

 

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