KT-03 - An- und Abreise mit dem Kajak

 

verfasst 2011 - geändert am 01.12.2011

 

Weil ich bis zu drei Monaten unterwegs bin, das Auto nicht diese lange Zeit in der Fremde stehen lassen möchte und meine Frau auf unsere Familienkutsche angewiesen ist, bringt mich meine Familie entweder nach Venedig zur Fähre oder auch nach Grado, wenn ich direkt von dort aus lospaddle. Anschließend fahren meine Frau meist mit meinem Sohn sofort wieder zurück nach München. So muss ich mich für das Auto nicht um einen sicheren Parkplatz kümmern, der bestimmt mit Gebühren verbunden ist (zum Beispiel auf einem Zeltplatz). Der Rücktransport erfolgt auf die selbe Weise. Die Kommunikation ist kein Problem, weil ich ja jeden Tag mit zu Hause telefoniere, um meinen Standort durchzugeben.

 

Auf den Fähren bleibt mein ganzes Equipment im Kajak verstaut. Bei längeren Wegstrecken im Hafen lege ich die schweren Sachen in die Sitzluke, damit in der mediterranen Hitze der PE-Kajak beim Karren auf dem Bootswagen nicht zur Hängematte wird. Auf der Fähre schnalle ich aber den Bootwagen ab und binde ihn auf dem Kajak fest, damit das Boot während der Passage flach am Boden liegt und sich nicht verformen kann.

 

Weil ich nur eine Deckpassage gebucht habe, nehme ich auf langen Strecken mit Übernachtung neben meiner Ausweistasche (= Survivalkit, siehe Ausrüstungs-Zusammenstellung in meinen Beiträgen 

KP-04 - "Die von mir verwendete Ausrüstung für Langfahrten" und KP-05 - "Meine jetzige Minimalausrüstung" noch den Schlafsack mit.

 

Einen Wermutstropfen muss ich allerdings bei den Fährfahrten von Venedig nach Igoumenitsa oder nach Patras schlucken. Sind früher die Kajaks noch wie Fahrräder behandelt und kostenfrei transportiert worden, habe ich ab 2006 die volle Gebühr wie ein Auto bis 6 Meter Länge bezahlen müssen. Der Preis wird ausschließlich nach der Länge berechnet und nicht nach Volumen, auch wenn mein Kajak zwischen zwei Autos, praktisch ohne Platzverlust, verstaut wird. Das reißt ein gewaltiges Loch in mein Reisebudget. Es ist aber immer noch billiger, als wenn ich mit dem Auto selbst nach Griechenland fahre und es dort 3 Monate irgendwo unterstellen muss. Das ist eine reine Kalkulationssache und meine Familie würde sich schön bedanken, wenn sie in dieser Zeit nur mit meinem Mikro-Camper (praktisch mit einem Einsitzer) rumfahren müsste.

 

Bei einem normalen Urlaub ist es keine Frage. Da bleibt der Kajak auf dem Bootsständer und das Auto wird auf die Fähre mitgenommen. Man hat ja schließlich dafür bezahlt! Außerdem kann man sein Zielgebiet direkt anfahren und spart sich damit Zeit.

 

 

 

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