KR-11 - Dalmatien entdecken, Teil 4 - von KRKA bis HVAR

 

verfasst 2011 - geändert am 18.02.2012

 

KRKA

 

Diese Küste stellt mit ihrer wundersamen Schönheit und Verschiedenheit eine ewige Überraschung dar. Sobald man aus der Bucht von Sibenik herauskommt, öffnet sich der enge Kanal, der zum See Prukljan führt, einem Teil der Mündung des Flusses Krka, in dem sich das Süß- und Salzwasser vermischen. Der nächste Kanal führt bis Skradin, der antiken illyrischen Siedlung Scardon, die später zu einer römischen Gemeinde wurde und am Ende des XII. Jahrhunderts in den Besitz der berühmten kroatischen Familie der Grafen Subic kam. Hier ist der Sitz des Nationalparks Krka mit touristischen Objekten und dem ACI-Jachthafen Skradin.

 

Von hier aus gelangt man zu den bekannten Wasserfällen des Flusses Krka, einem natürlichen Karstphänomen. Die prachtvolle Schönheit der Natur und die üppige Vegetation voller betörender Düfte schließt das enge, tief eingeschnittene, steilwandige Tal dieser wilden Schönheit, deren Kraft den Atem stocken läßt. Riesige Wasserfälle glitzern und donnern, während sie über Gipsbarrieren ins Grün des Flusses hinunterstürzen. Wenn man den Weg weiter verfolgt, gelangt man zum geheimnisvollen Visovac. Im Reich der Stille und der Ruhe, inmitten des Sees liegt eine kleine Insel, deren Grün die Kirche und das Franziskanerkloster mit einem Museum verbirgt, in dem uralte Handschriften, Bilder und ein reiches volkskundliches Erbe aufbewahrt werden.

 

Nach der Insel Murter gelangen wir ins Gewässer der Hafenverwaltung der Stadt Sibenik. Vielzählige Inseln und Inselchen bilden ein Netz von Kanälen und Korridoren, die die Seefahrt sehr interessant und abwechslungsreich machen, während die Jachthäfen ihre Gastfreundschaft und Dienstleistungen anbieten. Nördlich befindet sich der unlängst eröffnete Jachthafen Tribunj, der mit seinen wunderschönen Stränden, dem sauberen Meer und einem außerordentlichen Angebot an Fischspezialitäten lockt. Einige Meilen südlicher befindet sich der bekannte Touristenort Vodice, der die Reste von Mauern und Türmen aus dem XVI. Jahrhundert hütet. Der ACI-Jachthafen Vodice befindet sich in der Bucht Vrulje. Da Vodice eine lange Fremdenverkehrstradition hat, verfügt die Ortschaft über ein Touristenzentrum mit vielen Sportmöglichkeiten.

 

Südlich von Sibenik, auf einer kleinen Halbinsel, die nur durch ein enges Stück Land mit dem Festland verbunden ist, fand noch eine Perle dieser Küste ihren Platz: Primogsten, ein Städtchen, das einen vollkommen erhaltenen historischen Stadtkern mit unzähligen Gassen von harmonischer Gleichmäßigkeit hat. Das authentische Pittoreske der Ortschaft, die wunderschönen Strände, das reiche Kultur- und Folkloreprogramm (besonders im Sommer) ließen Primosten zu einem bekannten Urlaubsort werden. Der Jachthafen Kremik befindet sich in der Bucht Peles.

 

Einige Meilen südlicher öffnet sich die weite Bucht von Rogoznica, in der sich der Jachthafen Rogoznica Frapa befindet, der neulich auf einem künstlichen Inselchen gebaut wurde.

 

TROGIR

 

Wenn man weiter die Küste entlang segelt, von den malerischen Inseln Mali und Veli Devenik geschützt, gelangt man bald zu den Toren der Bucht von Trogir. Wenn man am Ende des Tages von der langen Seefahrt müde wird, erwarten Sie im westlichsten Teil der Bucht, im Jachthafen, ein sicherer Anlegeplatz, ein gutes Abendessen, ein Glas guten Rotweins und ruhiger Schlaf. Hier befindet sich die pittoreske Siedlung Marina, über die ein Turm aus dem XVI. Jahrhundert wacht. Auf der entgegengesetzten Seite der gleichen Bucht hat der zweite ACI-Jachthafen Trogir seinen Platz gefunden. Es wird empfohlen, im Morgengrauen auszulaufen, wenn die Sonne erwacht, deren Strahlen sich zu dieser Tageszeit intensiv von den Kanten des Steinjuwels Trogir widerspiegeln, eines historischen Städtchens, das in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen ist. Wenn Sie noch dazu das Glück haben, eine Strähne des mythischen Kairos, des Gottes des glücklichen Augenblicks, zu erlangen, wird die Seefahrt durch die Adria mit diesem Segen geschützt sein. Das Bild dieses Gottes wurde vom großen Lysippos Mitte des IV Jahrhunderts vor Christus in Marmor gemeißelt und befindet sich heute in der reichen Schatzkammer des Benediktinerklosters des hl. Nikolaus.

 

Auf dem Stadtplatz befindet sich die vorromanische Kirche der hl. Barbara mit einem sehr eigentümlichen, geschmückten Innenraum, während auf dem hundertjährigen Steinspiegel der “Piazza” die Schönheit des Anblicks den Atem stocken läßt. Die Steinkristalle des Doms mit dem Glockenturm wurden vom XII, bis zum XVII. Jahrhundert zusammengesetzt und zu Ende gebaut. Die venezianische Spätgotik verschüttete ihre Ornamente auf der Fassade des Cipiko-Palastes, während die einfache Monumentalität der Florenzer Renaissance die Hallen der Stadtloggia ziert. Im majestätischen Innenraum der Kathedrale befindet sich die Kapelle des Seligen Johannes Ursini, ein Meisterwerk der Renaissance. Am Eingang befindet sich das prachtvolle Portal von Radovan, dem großen Meister der Romanik, das im Jahre 1242 entstand.

 

SPLIT

 

Der Kanal von Trogir ist zur wunderschönen Bucht von Kastel geöffnet, die von sieben Kastellen gekennzeichnet wird, die zwischen dem XV und dem XVI. Jahrhundert entstanden sind, sowie dem antiken Salona, dem heutigen Solin, einer der bedeutendsten archäologischen Fundstätten mit den Resten des Amphitheaters, des Forums, des Tempels und der Stadtmauern.

 

Auf der Halbinsel unterhalb des Berges Marjan befindet sich die 1700 Jahre alte Stadt Split, eine Perle im mittleren Teil der adriatischen Küste, das Herz des Kultur- und Wirtschaftslebens von Dalmatien. Die griechisch-illyrische Siedlung Aspalathos aus der Antike wurde nach den römischen Eroberungen zum Sitz des römischen Kaisers Diokletian, der hier am Ende des III. Jahrhunderts seinen grandiosen Palast bauen ließ. Nach dem Einfall der Awaren und Slawen am Anfang des VII. Jahrhunderts fanden die Bewohner von Solin und Umgebung Schutz innerhalb der Mauern dieses Palastes und bauten hier eine neue Siedlung, die sich langsam auch außerhalb der Mauern des Palastes, südlich auf die Hügel des Marjan und östlich erweiterte, wo ein neuer, moderner Stadtteil entstand.

 

Der historische Stadtkern, der sich innerhalb der Mauern des Diokletianpalastes befindet und in die Liste des UNESCO-Kulturerbes eingetragen ist, schließt eine der schönsten und suggestivsten Architektureinheiten der Adriaküste ab. Es handelt sich hierbei wortwörtlich um ein Freilichtmuseum mit dem Peristyl, dem Mausoleum des Diokletian, das heutzutage mit dem Dom des hl. Domnius, dem Patron der Stadt, verbunden ist. Die Kirchen, Paläste, antiken Portale, Bilder und Skulpturen, besonders die der sakralen Kunst, stellen ein außerordentliches Kulturerbe dar, das die großen Meister vergangener Zeiten dieser Stadt hinterlassen haben.

 

Es gibt keine schönere Szenographie als die der Stadt Split, hier finden viele Kulturveranstaltungen statt, von denen wir hier nur die Musikveranstaltung Splitsko ljeto, die im Sommer stattfindet, erwähnen möchten. Split ist die Stadt der Theater, Museen und Galerien aber auch der traditionellen Volksveranstaltungen. Hier finden auch viele Sportwettkämpfe statt und es gibt viele Möglichkeiten, Sport zu treiben.

 

Im nordwestlichen Teil des wunderschönen, bekannten Hafens von Split befindet sich der ACI-Jachthafen Split, während sich kleinere Nautikerzentren in den kleineren Häfen Poljud, Zenta und Spinut befinden. Der internationale Flughafen ist einige Kilometer von der Stadt entfernt.

 

Wenn man von Split weiter in Richtung Delta des Flusses Neretva segelt, wird man auf der Seite des Festlandes vom Gebirge Biokovo (höchster Punkt 1762 m) begleitet, während auf der rechten Seite weitere Inseln und die Halbinsel Peljesac erscheinen.

 

Direkt am Meer, an der Küstenstraße befindet sich eine ganze Reihe malerischer Städtchen - Omisa, Brela, Baska Voda, Makarska, Tucepi, Podgora, Zaostrog, Gradac, Ploce, Ston, Orebic - die eine gemeinsame Geschichte verbindet: die Illvrier, Griechen, Römer, Byzanz, Kroatien, Venedig, deren Spuren in der Architektur, den historischen Resten, Urkunden und Kunstwerken sichtbar sind, die in den Museen und alten Klöstern aufbewahrt werden.

 

Das milde mediterrane Klima, in dem neben Oliven und Feigen auch Orangen, Mandarinen und Zitronen gezüchtet werden, die wundervollen Strände weißer Kieselsteine, Kieferbäume, deren Zweige beinahe ins kristallblaue Meereswasser eintauchen, geben diesem Teil der Küste die ganz besondere Atmosphäre der Riviera.

 

Der angenehme Jachthafen Tucepi im gleichnamigen Ort befindet sich einige Meilen von Makarska entfernt und verfügt über 50 Anlegeplätze.

 

BRAC

 

Die größte Insel Mitteldalmatiens befindet sich zwischen den Inseln Solta und Hvar und dem Festland. Der südliche Teil der Insel ist niedrig und sandig, während der westliche Teil steil und felsig ist und auf dem Punkt Vidova Gora eine Höhe von 775 Metern erreicht, was Brac zur höchsten kroatischen Insel macht. Die Inselküste ist schwach gegliedert, während das Meer sehr tief ist. Obwohl das Innere der Insel Brac karstig ist, gibt es auch fruchtbare Teile. Auch hier stellen der Weinanbau, die Olivenbäume und der Fischfang die Lebenserwerbsquelle dar, während die Insel für ihren Stein bekannt ist, der noch zu Zeiten des Diokletian geschätzt war.

 

Der Tourismus entwickelt sich ebenfalls immer stärker, dank den wunderschönen Sand- und Kieselstränden, von denen der Strand Zlatni rat bei Bol am bekanntesten ist und das Hauptreiseziel der Touristen darstellt.

 

Der sicherste Hafen befindet sich in Milna, einer Ortschaft, die sich in der weiten Bucht auf der nordwestlichen Seite der Insel befindet. Hier gibt es auch den ACI-Jachthafen Milna mit einem Hotel und Sportplätzen. Die Hauptstadt der Insel Supetar ist ein sehr interessanter Touristenort, dessen Hafen ebenfalls ein sicherer Ankerplatz ist. Von hier aus fahren Fähren zum Festland und zu anderen Inseln. Auf der Insel Brac gibt es auch einen kleinen Flughafen.

 

HVAR

 

Die Insel Hvar, die noch in der vorgeschichtlichen Ära bewohnt war, war schon im IV Jahrhundert als antike griechische Kolonie Pharos bekannt, die in der Bucht der Stadt Starigrad entstand, woher auch der Name der Insel rührt. Später wurde diese südländische Schönheit von den Römern, den Byzantinern und den Neretljanern erobert. Das besondere mediterrane, das ganze Jahr über milde Klima, die üppige Vegetation, duftende Pflanzen, Rosmarin, Lavendel, Kiefern, Agaven, wundervolle Buchten und Strände sowie das wunderschöne Meer machten die Insel Hvar zu einer begehrten Destination, die auch heutzutage einer der elitären Touristenorte ist.

 

Der Eingang in den Hafen der Stadt Hvar bietet ein unvergeßliches Bild: am Fuße des Berges, auf dem sich die Festung befindet, eröffnet sich ein majestätischer Platz mit wunderschönen Palästen, die vom reichen Kulturerbe zeugen. Durch ihre Schönheit heben sich das Theatergebäude, der Dom des hl. Stephan, der Turm mit der großen Uhr und die Loggia hervor. Dieses malerische, lebendige Städtchen, durch dessen Gassen und Plätze das Leben strömt, nimmt auch einen besonderen Platz im kroatischen Literaturerbe ein. Vor der Stadt Hvar, auf den Inseln Pakleni otoci, befindet sich in einer einzigartigen natürlichen Umgebung der Jachthafen Palmizana.

 

Der ACI-Jachthafen Vrbovska liegt auf der Nordseite der Insel, in einer wunderschönen tiefen Bucht der gleichnamigen Ortschaft.

 

Unsere Küste wie auch ihr Hinterland bieten Produkte und Speisen, deren Zubereitungsweise der tausendjährigen Tradition der Mittelmeervölker angehört. Das Olivenöl, das noch von den römischen Historikern geschätzt und gepriesen wurde, ist heutzutage noch genauso aromatisch und von gleicher Qualität. Das gleiche gilt auch für die Weine, deren Geschmack dank dem milden Klima, der Meeresluft und der hügeligen, der Sonne zugekehrten Gegend eigentümlich ist. Seine wohltuende Wirkung verdankt der Honig den Heilpflanzen, die an unserer Küste und auf den Inseln reichlich vorhanden sind. Eine unverzichtbare Spezialität ist auch der bekannte Schafskäse, sowohl der aus Istrien als auch der Käse von den Inseln Cres und Pag. Bekannt ist weiterhin der istrianische und dalmatinische Räucherschinken (Parmaschinken, Prsciutto), im richtigen Maße im Nordwind Bura geräuchert, in dem sich die Düfte der Gewürze und der Heilkräuter vermischen.

 

Unvergleichbar in ihrer Qualität sind auch die Meeresfrüchte, mit denen uns dieses saubere Meer beschenkt, von der großen Menge an blauem Fisch und dem sehr geschätzten weißen Fisch von bester Qualität bis zu Krebsen, Skampi und Hummer.Bekannte Fischrestaurants und Gaststätten bieten Speisen an, die nach traditioneller Rezeptur der mediterranen Küche zubereitet werden, deren Haupteigenschaft gerade die gesunde Ernährung ist.

 

 

 

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